Die Geburt

Aktualisiert: Juni 5


Am 23. Mai vor genau 11 Jahren kam mein Sohn zur Welt.

Dieses Mal war es aufgrund der derzeitigen globalen Lage eher eine ruhiger Tag.



Doch düstere Gedanken zogen schon gestern Abend aus heiterem Himmel in mein Gemüt und trieben mich in ein dunkles, schwarzes Loch. Etwas schmerzte in mir, ich spürte es - es war eine alte Wunde.

Ich wollte nicht hinsehen und setzte mich mit Knabberzeug und Eierlikör vor den Fernseher. Die Nacht war ebenso unruhig und in der Früh hatte ich Mühe wach zu werden. Mein Sohnemann wurde wunschgemäß in einem Meer von Luftballons geweckt und der Tag nahm seinen Lauf.





Am späteren Nachmittag hörte ich, dass es morgen regnen würde - eigentlich wollte ich da laufen gehen. "Na gut", dachte ich mir: "Dann gehe ich eben jetzt." Also stand ich kurz nach 18:00 Uhr in meinen Laufschuhen vor der Türe und machte mich auf, Richtung Wald.


Kaum am Waldesrand angekommen meldete sich die alte Wunde wieder.

Ich spürte sie in meinen Gedanken, in der Erinnerung an das Erlebte vor 11 Jahren, in meiner Gebärmutter und eine große Schwere in meinem Herzen. Ich lief weiter und fing währenddessen mit einem Hopo an (= Vergebungsritual).


Diesmal kam die Aufforderung zuerst mein Herz zu öffnen, dachte mir noch "ob das so eine gute Idee ist …" - und doch folgte ich diesem Impuls.


Meistens ist es ja so, wenn sich eine Türe öffnet kommt zuerst etwas raus, bevor wieder etwas rein kann. Mein Beine hielten von alleine an und ich konzentrierte mich auf ein paar tiefe Atemzüge, legte meine Hände auf mein Herz und fühlte noch einmal die Schwere, bevor sie meinen Körper loslassen konnte. Nun war die Türe meines Herzens geöffnet und ein wirklich heilsames Hopo floss in Form von Worten aus meinem Mund. Bei manchen Worte flackerten kurz noch mal heftige Emotionen aus einer längst vergangen Zeit auf und ich musste stehen bleiben und atmen.





"Eh klar, dass sich an diesem Tag eine Geburtsthematik zeigt", könnte man meinen - doch für mich war das gestern Abend und heute beim Laufen nicht so klar, dass sich hier noch etwas zeigte - schließlich habe ich dort oft genug hingesehen und es war jahrelang Frieden … und doch war da offenbar noch etwas und bekam JETZT die Aufmerksamkeit, die es noch brauchte.





Diese Emotionen hatten von der Wucht her locker das Zeug, um mich in die Knie zu zwingen - doch meine Beine trugen mich verlässlich von einem Schritt zum Anderen.


Frieden floss, Vergebung, Herzkraft, Liebe in mich, in mein Erlebtes, in meinen Körper, in meine Seele und in meinen Sohn.




Wundert es euch, wenn ich euch erzähle, dass mein Sohn GENAU zu dieser Zeit auf die Welt kam?! 18:34 Uhr 

Oh wow - gut geplant da oben, :)


Der letzte Kilometer war ganz leicht - es fühlte sich ein Stück an wie schweben und eine große Dankbarkeit machte sich in mir breit.

Zu Hause angekommen, fiel mir unser großer Nussbaum auf, der wie mit zwei großen ausgebreiteten Armen auf mich zu warten schien. Ich lehnte mich an den Stamm und lies abfließen. Es dauerte nicht lange und mein Katerchen gesellte sich dazu und musterte mich ganz interessiert.



Was für ein Geschenk.

Daheim umarmte ich meinen Sohn, wünschte ihm nochmals alles Gute zum Geburtstag und fühlte - DASS ES GUT WAR.



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