facebook-domain-verification=h23wpuyjqqz3ggbmstih5x720i1y9l
top of page

Wie funktioniert Tarot? Wer antwortet, wenn wir die Karten fragen?

25. Sept.
5 Min. Lesezeit
Drei Tarotkarten im Gras – Tarot als Spiegel für Intuition, innere Klarheit und die Frage: Wie funktioniert Tarot?

Mehr als 2.000 Kartenlegungen liegen inzwischen hinter mir. Und ausgerechnet eine Frage kann ich dir bis heute nicht endgültig beantworten:


Wer oder was antwortet eigentlich, wenn wir Tarotkarten legen?


Natürlich könnte ich jetzt „Intuition“, „Resonanz“ oder „wissendes Feld“ sagen. Klingt wunderbar spirituell, das Thema wäre sauber verräumt und wir könnten uns wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widmen.


Nur habe ich dafür in all den Jahren zu viel erlebt.

In Legungen sind Zusammenhänge sichtbar geworden, die vorher niemand ausgesprochen hatte. Informationen tauchten auf, die ich nicht wissen konnte. Entwicklungen zeichneten sich ab, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt kaum greifbar waren.

Gelegentlich liegt eine Kombination vor mir, bei der selbst ich kurz denke:


Wo zum Teufel kam das jetzt her?

Genau deshalb finde ich die Frage „Wie funktioniert Tarot?“ spannender als jede vorschnelle Erklärung darauf.



Wie funktioniert Tarot – steckt die Antwort wirklich in den Karten?


Ich glaube nicht, dass 78 bedruckte Kartons heimlich sämtliche Geheimnisse des Universums verwalten.

Für mich ist Tarot Spiegel, Werkzeug und Übersetzer.


Die Bilder, Symbole und Archetypen können sichtbar machen, was bereits wirkt.

Eine diffuse Empfindung bekommt plötzlich Konturen. Aus einer Ahnung entsteht ein greifbarer Gedanke. Ein innerer Konflikt, der sich bislang hervorragend hinter Vernunft, Angst oder einem gepflegten Gedankenkarussell versteckt hat, liegt auf einmal ziemlich unübersehbar auf dem Tisch.


So weit lässt sich vieles über Intuition und Wahrnehmung erklären.

Doch dann bleiben jene Momente, die sich dieser einfachen Erklärung entziehen.

Was ist mit Informationen, die weder der fragende Mensch bewusst kennt noch ich wissen kann?


Hier beginnt für mich der wirklich faszinierende Teil.


Vielleicht wissen wir mehr, als wir bewusst wissen


Der Arzt und Psychotherapeut Albrecht Mahr prägte Ende der 1990er-Jahre im Zusammenhang mit seiner Aufstellungsarbeit den Begriff des „wissenden Feldes“.


Dahinter steht die Erfahrung, dass Menschen Informationen wahrnehmen können, die ihnen über ihr bewusstes Wissen nicht zur Verfügung stehen.


Mit einem ähnlichen Verständnis arbeite ich beim Tarot.

Die Antwort steckt für mich nicht in der Karte. Das Bild hilft mir vielmehr, wahrzunehmen und zu übersetzen, was in Resonanz kommt.


Ob wir dieses Phänomen wissendes Feld, Intuition, universelles Bewusstsein oder vollkommen anders nennen, ist für mich zweitrangig.


Ein Name macht aus einem Geheimnis schließlich noch keine Gebrauchsanweisung.

Wir Menschen sind nur ausgesprochen gut darin, etwas zu benennen und anschließend erleichtert zu glauben, wir hätten es damit auch verstanden.

Das Leben hat bei solchen Dingen erfahrungsgemäß seinen eigenen Humor.


Eine Tarotlegung entscheidet nicht über dein Leben


Dieser Punkt ist mir wichtig.

Ich möchte niemanden nach einer Sitzung nach Hause gehen sehen mit dem Gedanken:

„Marion hat gesagt, ich muss …“

Um Himmels willen.

Dann hätten wir beide etwas gründlich missverstanden.


Eine gute Legung nimmt dir keine Entscheidung ab.

Sie beleuchtet, was gerade wirkt.

Wo weichst du dir selbst aus?

Welche Sehnsucht drängt längst nach vorne?

Was hält dich fest?

Welche Möglichkeit übersiehst du?


Spricht gerade deine Angst – oder meldet sich jene leise innere Stimme, die du eigentlich sehr genau kennst?


Gerade an Schwellenmomenten, wenn das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch keine erkennbare Form angenommen hat, kann dieser Blick unglaublich wertvoll sein.


Genau darum geht es auch in meinen persönlichen Tarotkartenlegungen. Je nachdem, wie viel Raum deine Frage braucht, kannst du zwischen 15, 30 oder 90 Minuten wählen. Es geht nicht darum, dir vorzuschreiben, welchen Weg du nehmen sollst. Wir schauen gemeinsam dorthin, wo du allein gerade nicht klar siehst.


Tarot braucht Respekt – aber keinen spirituellen Zirkus


Ich behandle meine Karten achtsam.

Dafür brauche ich weder einen violetten Samtumhang noch sieben Kerzen in astrologisch korrekter Ausrichtung. Dreimal rückwärts um den Tisch zu laufen, hat sich ebenfalls als entbehrlich erwiesen.


Spiritualität darf heilig sein, ohne kompliziert zu werden.


Bevor ich lege, werde ich ruhig. Ich richte meine Aufmerksamkeit aus, formuliere die Frage bewusst und nehme wahr, was sich zeigt.

Danach kommt der schwierigere Teil:


zuhören.


Besonders dann, wenn uns das Ergebnis nicht gefällt.

Hier entwickelt der menschliche Erfindungsreichtum erstaunliche Fähigkeiten.


Noch eine Karte.

Nur zur Sicherheit.

Vielleicht eine Zusatzkarte.

Eventuell war die Frage falsch formuliert.

Mischen wir lieber noch einmal.


Irgendwann erscheint endlich das ersehnte Ergebnis und schon nennen wir das Ganze beherzt „Intuition“.


Kann man machen.

Nur führt man dann kein Gespräch mit der eigenen Wahrheit. Man verhandelt mit ihr.


Wenn wir so lange fragen, bis uns die Antwort gefällt


An diesem Punkt beginnt für mich verantwortungsvolle Tarotarbeit.


Wer dieselbe Angelegenheit ständig neu befragt, sucht irgendwann keine Erkenntnis mehr. Häufig geht es dann um Beruhigung, Bestätigung oder die Hoffnung, eine unangenehme Aussage möge sich beim nächsten Versuch freundlicherweise in Luft auflösen. :)


Innere Klarheit entsteht jedoch selten dadurch, dass wir so lange nachfragen, bis uns das Ergebnis gefällt.


Manche Botschaft braucht Zeit.

Sie darf sich setzen.


Das Leben muss vielleicht erst ein paar Schritte weitergehen, bevor wir begreifen, was längst vor uns lag.


Mehr Karten bedeuten deshalb keineswegs automatisch mehr Erkenntnis.

Mitunter besteht die größte Kunst darin, das Deck wieder wegzulegen.


Was Tarot nach all den Jahren für mich bedeutet


Früher faszinierte mich besonders die Möglichkeit, einen Blick auf Kommendes zu werfen.

Heute interessiert mich die Gegenwart fast noch mehr.

Denn genau hier entstehen die nächsten Schritte.


Wir treffen Entscheidungen, führen alte Muster weiter oder durchbrechen sie.

Wir ziehen Grenzen, nehmen Sehnsüchte ernst, verlassen ausgetretene Wege und wagen etwas, dessen Ausgang wir noch nicht kennen.


Zukunft fällt schließlich nicht irgendwann fertig verpackt vom Himmel.

Sie wächst aus dem, was heute in uns und durch uns geschieht.


Gerade deshalb liebe ich Tarot an jenen Schwellen des Lebens, an denen der Kopf verzweifelt nach Sicherheit verlangt und das Leben großzügig … Nebel liefert.

Großartige Zusammenarbeit.


Doch mitten in dieser Ungewissheit kann plötzlich etwas erkennbar werden.


Eine Richtung.

Ein Wunsch, den du viel zu lange kleingeredet hast.

Eine Grenze, die längst überfällig ist.


Oder die Erkenntnis, dass du einen bestimmten Weg nur deshalb weitergehst, weil du Angst davor hast, ihn zu verlassen.


Dann verändert sich etwas.

Nicht draußen.

Zuerst in dir.


Wie funktioniert Tarot?

Meine Antwort nach mehr als 2.000 Legungen


Ich könnte dir jetzt eine endgültige Erklärung präsentieren.

Habe ich aber nicht.


Vielleicht berühren wir beim Kartenlegen tatsächlich ein Feld, in dem mehr Information vorhanden ist, als unserem bewussten Verstand zugänglich ist. Möglicherweise übersetzt unsere Intuition längst Wahrgenommenes in Bilder und Symbole. Gut denkbar, dass mehrere Ebenen ineinandergreifen.


Nach all den Jahren weiß ich jedoch eines:

Die größte Kraft des Tarot liegt nicht darin, dass die Karten deine Zukunft kennen.


Sie liegt in jenem Moment, in dem plötzlich etwas vor dir liegt, das du tief in dir längst gespürt hast – aber bisher nicht greifen konntest.

Oder nicht sehen wolltest.

Dann bekommt eine Ahnung Konturen.


Erkenntnis bringt Bewegung in das, was festgefahren war.

Und auf einmal stehst du vor dieser einen Stelle, an der dir niemand mehr die Entscheidung abnehmen kann.


Kein Kartenleger.

Kein Orakel.

Kein Universum.

Auch keine noch so eindrucksvolle Tarotkarte.


Denn vielleicht war die entscheidende Frage nie, wer durch die Karten zu dir spricht.

Vielleicht lautet sie:

Was wirst du tun, wenn du plötzlich nicht mehr behaupten kannst, du hättest es nicht gewusst?


Die Karten können dir die Schwelle zeigen.

Doch der Augenblick, in dem du sie überschreitest, gehört dir.


Von Herz zu Herz,

deine Marion


Tarotmentorin Marion Siener mit einer Tarotkarte – Begleitung mit Tarot und Intuition für mehr Klarheit in Schwellenmomenten.


Wenn du jetzt tiefer gehen möchtest …



Intuitionsreise „Zieh noch keine Karte“ mit Tarotkarten – für mehr Klarheit und Vertrauen in die eigene Wahrnehmung.

Intuitionsreise + Workbook


 Bevor du die Karten fragst, hör zuerst dir selbst zu.


Eine geführte Intuitionsreise mit Workbook für deine eigene Frage.




Marion Siener beim kostenfreien Live-Webinar „Wem vertraust du, wenn niemand außer dir entscheiden kann?“ über Tarot und Intuition.

Live-Webinar


Du möchtest deiner Wahrnehmung wirklich vertrauen lernen?


Erlebe im kostenfreien Live-Webinar, was geschieht, wenn du aufhörst, nur nach Antworten im Außen zu suchen.






Kommentare


bottom of page